Bernau auf dem Weg in die Heißzeit?

 

Vorstellung der Thermo-Karte Bernau

 

Steffen Kriewald vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung stellte am 20.11.2018 seine Forschungsergebnisse anhand einer sogenannten Thermo-Karte der Bernauer Öffentlichkeit vor. Kriewald untersuchte die Temperaturen der Oberflächen in Bernau während der Sommermonate 2013-2018. Sein Befund: Grün-, Wald- und vor allem Wasserflächen sorgten für Kühlung in der Stadt, wohingegen auf versiegelten Flächen, in Gewerbegebieten und in dicht bebauten Siedlungsgebieten das Thermometer in die Höhe schnellte. 

Die Thermo-Karte ist eine wichtige Grundlage, um Zukunftsentscheidungen für eine an den Klimawandel angepasste Stadtentwicklung treffen zu können. Die Karte gibt Aufschluss darüber, um wie viel Grad die Oberflächen von der Oberflächen-Durchschnittstemperatur abweichen. Dabei ist eine Abweichung vom Durchschnittswert von -4 °C auf Wasseroberflächen bis hin zu +10 °C auf großflächig versiegelten schwarzen Oberflächen wie dem Flachdach der Firma Weber Motors möglich. 

Bei zunehmenden Siedlungsdruck und steigenden Temperaturen in den Sommermonaten kommt der sogenannten "grünen" und "blauen" Infrastruktur eine besondere Bedeutung zu. Auch in dem anschließenden Workshop nach Kriewalds Vortrag wurden u.a. Maßnahmenvorschläge wie die Begrünung von Gebäuden, die Wiederherstellung des natürlichen Verlaufs der Panke und der Erhalt von Frischluftschneisen für ein kühleres Bernau gesammelt.

Die Thermo-Karte ist unter folgendem Link einsehbar:

http://www.pik-potsdam.de/~kriewald/bernau/

Auftaktveranstaltung von "Bernau.Pro.Klima"

 

Das Projekt "Bernau.Pro.Klima" hat sich im Rahmen einer ersten öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch, den 9. Mai 2018 allen interessierten Bürger*innen und Institutionen der Stadt Bernau bei Berlin erstmalig vorgestellt.

 

Die Presseerklärung zur Auftaktveranstaltung kann unter der Rubrik Dokumente heruntergeladen werden.

 

Die Dokumentation der Veranstaltung steht ebenfalls unter Dokumente für den Download bereit.

 

Die Projekte ‘Partizipative und ökosystembasierte Anpassung an den Klimawandel – Landschaftsrahmenplanung als Kommunikations- und Gestaltungsprozess‘ (Anpass.BAR) und ‘Kommune im Dialog - Anpassung an den Klimawandel in Bernau mittels ökosystembasierter und partizipativer räumlicher Planung‘ (KO-Klima) werden gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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